Surprise, Surprise

Es gibt sie noch. Die großen Überraschungen, die dann kommen, wenn man sie so gar nicht erwartet hat.

Die riesigen, die gar keine so großen sind. Aber für einen einzelnen fast schon die Welt bedeuten, in einem bestimmten Moment.

Jetzt bin ich weg aus Graz. Draußen aus der in letzter Zeit bedrückenden Gegend, weit weg von allem. Vor meinem ganzen neuem Leben, das ich seit 2,5 Jahren führe.

Es kommt mir vor wie eine Flucht. Eine, die ich nicht geplant hab, von der ich nicht wusste, dass ich sie brauch, die sich einfach so ergeben hat. Eine Flucht zurück. An den Ort, von dem ich immer so schnell wie möglich fortwollte, keine Lust hatte, mich mehr zu unterwerfen, Regeln einzuhalten.
Aber ein Schritt zurück? Ich glaube kaum. Ab und zu brauch ich Regeln, sonst geh ich ein.

Anscheinend gibt es doch jemanden da draußen, der sich um mich sorgt, mir den Weg quasi zu Füßen legt; ich brauch ihn nur selber beschreiten, Probleme lösen sich praktisch in Luft auf. Ich liebe Überraschungen! Zumindest jetzt im Moment. Falls es so schöne sind wie diese.

Jedenfalls: Skifahren! Mit meiner kleinen Schwester, die ich über alles liebe, die ich unter dem Jahr sehr vermisse und der ich oft gern ein besseres Vorbild wäre. Und die bald auf Skikurs mit der Klasse fährt und Angst hat, sich zu blamieren.
Meine Eltern hätten kein besseres Wochenende aussuchen können, es passt perfekt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin so glücklich dieses Wochenende, dass ich schon fast ein schlechtes Gewissen jemandem gegenüber hab. Weil ich glaub ich nicht so fröhlich sein sollte. Aber ich kann nur weiterhin den Kopf über mich und diesen jemand schütteln, und versuchen, darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll. Soll es ja nicht mal (hab ich mir sagen lassen).
Ich hab mir jedenfalls vorgenommen, das als Chance zu sehen. In letzter Zeit häng ich viel zu viel vorm Computer herum, anstatt zu lernen. Gilt das jetzt noch als verspäteter Neujahrsvorsatz? Naja, wenn nicht, auch egal, Vorsätze sind nie schlecht, egal aus welchem Anlass sie getroffen werden. Es ist an der Zeit, mein Leben aufzuräumen.

Neues Spiel?

Ja.

Gespeicherten Spielstand überschreiben?

Ja.

Sind Sie wirklich sicher?

Najaaaa….. Ja.. oder vielleicht doch… Ok, lassen wir das, blödes Spiel.

Beenden?

Ja.

Wirklich beenden?

Ach, f u, weiß ich doch auch nicht.

(Stecker ziehen)

Besser. Erst wieder wenn ich wieder Lust hab.

(Eine halbe Stunde später)

Mir ist langweilig, was soll ich tun?

> Gut, dass ich nicht immer so inkonsequent bin 😛

Kommt Zeit, kommt Rat, darauf baue ich im Moment. Und morgen werde ich die Piste herunterflitzen, so schnell, dass mich alle meine Sorgen mal am eh-schon-wissen lecken können!! (Und hoffentlich nicht im Krankenhaus landen. Ich, nicht die Sorgen.)

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