Ich. (kurzer Zwischenbericht zwecks Selbstfindung)

 

Bin wieder mal in einer Lernpause im Internet hängen geblieben, auf einer dieser vielen Seiten, wo jeder Posts hochladen kann, die dann von der Community bewertet werden. Reine Unterhaltungssache. Und dann sind dazwischen immer Bilder, die Geschichten erzählen. Unglückliche Liebe, Tod und Verlust, glückliche Heilung, ja auch um Unterstützung wird manchmal gebeten, um gewisse Situationen meistern zu können.
Über dieses Bild hab ich eigentlich nur drübergeblättert. Erst zwei Bilder weiter wurde mir bewusst, was ich da gerade als Überschrift gelesen hatte. Neugierig, zwei mal die zurück-Pfeiltaste gedrückt. Solche Posts mit so viel Text les ich eher ungern, Bilder reichen mir oft wenn ich Lernpause mach und kurz das Gehirn abschalt.

Aber ich bin froh, dass ich zurückgeblättert hab. Es beschreibt nicht wirklich meine Situation, sondern eher meine Einstellung Mitte/Ende Oktober (und doch auch jetzt noch, in manchen blöden Momenten). Jetzt bin ich schon um einiges schlauer. Glaub ich. Red ich mir ein. Und das funktioniert ganz gut. Vielleicht auch, weil ich Unterstützung hab. Von IHM. ER braucht nie etwas sagen, nur da sein. Teilweise lacht ER mich aus. Aber genau das brauch ich. Keinen, der mich bemitleidet, mich mit Samthandschuhen anfasst und mir sagt, was ich hören will. Sondern jemanden, der mir hilft, den Kopf wieder frei zu bekommen, Abstand zu gewinnen, damit ich Situationen wieder klar einsehen und beurteilen kann.

„Ich weiß, du bist in einem Loch. Ich kann dir helfen, da rauszukommen, aber ich kann dir nicht versprechen, dass ich später immer für dich da bin.“

Ein Satz, genauso schön wie auch traurig eigentlich. Aber Recht hat ER. Besser nichts versprechen, dass man dann eventuell nicht einhalten kann. Das war schon immer so, das ist SEINE Art, die ich auch schon teilweise übernommen hab.

Damals war mir gar nicht bewusst, dass ich ansteh. In einem Raum, quadratischer Boden, Beton überall. Keine Türen, Fenster, nicht mal Unebenheiten. Und irrsinnig hohe Wände. So hoch, dass man, wenn man den Kopf in den Nacken legt, ein kleines hellblaues Quadrat ausmachen kann. Das soll wohl der Himmel sein.

In letzter Zeit ist diese Vorstellung zum Glück nicht mehr so präsent. Aber manchmal, in einsamen Momenten, kommt es mir wieder so vor. Und dann versink ich auch in alten Gefühlen, blend alles Negative aus dieser Zeit aus und verfall in Selbstmitleid (bitte sagt mir, dass es nicht nur mir so geht). Schlimmstenfalls greif ich zum Handy und  kämpf mit mir, ob ich nicht doch anrufen soll, oder mich melden.
Aber dann schreib ich jemand anderes, such Kontakt.

Gestern war der beste Tag seit langem in dieser Hinsicht. Falls ihr Zwei das hier lest: DANKE für alles! An den, von dem ich seit langer Zeit nichts mehr gehört hab, der bis halb drei in der Früh mit mir wach geblieben ist, weil ich nicht schlafen konnte. Und dem, der mir gestern sogar seine Handynummer gegeben hat, für Notfälle. Damit ich ihm immer schreiben kann, nicht nur, wenn er auf facebook online ist.

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