alte Gefühle & unerwartete Überraschungen

Womit soll ich nur anfangen… es ist so viel passiert. Ich hab gedacht, der gestrige  Abend würde schrecklich werden, hat sich aber zu einem der besten in letzter Zeit entwickelt. Kurzfassung: einen alten Freund wieder getroffen, souverän mit bestimmten Personen umgegangen und ein Problem überraschenderweise geklärt. Und keine Katastrophe. Das ist schon mal viel wert glaub ich.

Die Zeit heilt alle Wunden? Ich fürchte nicht…

Time

Hab gestern in einem Moment der Verzweiflung einen Freund angerufen, ob er Lust hat, mich am Abend zu begleiten. Ja, hatte er (keine andere Antwort war zu erwarten). Ihn hab ich über IHN kennengelernt, einer SEINER engsten Freunde damals. Und gleich von Anfang an um mich bemüht. Dumm von mir, dass ich oft auf Versuche eingestiegen bin und ihm damit Hoffnungen gemacht hab. Irgendwann wurde der Kontakt seltener, er lernte andere Mädels kennen, eine davon wurde seine Freundin. Fast ein Jahr lang kein Kontakt. Jetzt, vor ein paar Monaten, eine SMS.

Hey, wie gehts dir? Alles gut? Ich hab schon lange nix mehr von dir gehört 🙂

Leider gerade in einer unpassenden Zeit, ich brauchte jemanden zum ausheulen. Damals wusste ich nicht, dass er schon wieder single war, seine Beziehung nicht mehr zu retten. Und er kümmerte sich um mich. Ich hab immer abgelehnt, wenn er nach einem Treffen fragte, weil ich schon befürchtet hab, dass da mehr dahintersteckt. So wie er schrieb und beharrlich versuchte mir zu helfen; kurz, mir war klar, ich bin noch immer nicht abgehakt.

Gestern dann mein Vorschlag. Und die sofortige Zusage. Klingt jetzt gemein und tut mir auch leid, ich hab einfach wen gesucht der nicht zu denen gehört, die ich fast jeden Tag seh und die sich untereinander kennen. Natürlich unter dem Vorwand, dass wir jetzt endlich reden.
Haben wir auch getan, kurz.

Das war der erste Teil des Abends, hat mir ganz gut gefallen. Aber eins musste ich versprechen….

Wenn du und ich in 3 Monaten noch Single sind, bekommst du ein Date. Eines, dass du nie mehr vergisst, ein Tag, der einer der schönsten deines Lebens wird.

Termin eingetragen. Wirklich. Im Handykalender. Mit Erinnerung.

Soviel zu dem, dass die Zeit wirklich alles heilt.

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Zweiter Teil: ein Upgrade. Von einem „Hallo“, schönem Hinterkopf und anschließendem Verlassen der Szenerie zu einem „Hey“ mit begrüßendem Bussi links und rechts. Hört sich nicht aufregend an, ist es wahrscheinlich auch nicht, hat mich aber gefreut. Mehr gibt es vorerst nicht zu diesem Thema zu sagen.

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Das Spannendste zum Schluss. Meine Damen und Herren, aufgepasst! Es folgt… (Trommelwirbel) … eine große Überraschung. Die mich jetzt noch in Staunen versetzt. Die Vorgeschichte werden manche hier kennen, anderen ist das Trara das ich hierdrum mache, vielleicht unerklärlich.

Ich, um drei Uhr früh und Bier intus bin irgendwann mal auf die Idee gekommen, eine Nachricht zu schreiben. An eine Person, die mich nicht mag. Damit hab ich es geschafft, dass ich im Heim nicht mehr überall willkommen bin (hab ich gedacht!).

Entsprechend dann meine Reaktion, als gestern ein Teil der Leute auch plötzlich da war. Soll ich mich dazusetzen? Ja. Alles klar, kein Problem. Ein betrunkener Jemand, der mir die Aktion anscheinend übelgenommen hat, stellt mich quasi zur Rede, ich beginne mich zu rechtfertigen. Obwohl es  überhaupt nicht um ihn geht. Keine angenehme Situation, klar, aber ich glaub das hat sein müssen.

Die eigentliche Überraschung: jemand, mit dem ich nicht recht viel zu tun hab, auch im Heim wohnt, auch alles mitbekommen hat, holt mich zu sich. Aus den Augenwinkeln bekomm ich mit, dass ein anderer den ersten zu beschwichtigen versucht, mich verteidigt. Und das nicht schlecht. Als dann auch noch mein neuer Sitznachbar mir erklärt, er stehe auf meiner Seite, ich soll mir das nicht gefallen lassen, war meine Verwirrung perfekt. Ich hab denjenigen noch nie so gut leiden können, werd sicher nie beste Freunde und hab auch das eine oder andere Mal kleine Meinungsverschiedenheiten ausbügeln müssen – jetzt bin ich dankbar. Habe echt nicht damit gerechnet. Auch die anderen haben mich verteidigt, mir klar gesagt, ich sei immer willkommen, ich solle mir keine Sorgen machen, das werde sich sicher wieder legen.
Ich hab mich so gefreut über das ganze, das mag für Außenstehende unerklärlich sein.

Als dann noch genau jener, der mich vorher so klein dastehen hat lassen, sich quasi entschuldigt hat und mir Zeit gegeben, mich zu erklären, mich dann auf ein Trinken (oder zwei, oder drei) eingeladen hat, war mir klar – an den Abend würde ich mich noch lange erinnern.

Danke, dass ihr hinter mir steht. Danke, dass ihr euch eure eigene Meinung gebildet habt.

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