Eine Gruppe für sich…

Gamerfreundschaften. Sie sind so unkompliziert, dass es sicher Vielen schwerfällt, sich das überhaupt vorzustellen. Man lernt jemanden kennen, der aus einem anderen Land

kommt, stellt fest, er spielt auch, und zack – da ist diese Verbindung. Und dann gibt es aber nicht nur das eine Thema, wie alle eigentlich erwarten. Nein, man erzählt sich
Anekdoten aus dem Leben und hat schnell das Gefühl, den anderen in- und auswendig zu kennen. Tut man aber nicht, das ist mir schon bewusst.
Natürlich gibt es auch diese schwarzen Schafe, die sich ein virtuelles Selbst aufbauen, und in Wahrheit wer völlig anderer sind.

Aber diese Verbindung ist etwas besonderes. Dahinter steht eine einfache Botschaft: im Netz sind wir alle gleich. Und genau so gehn wir auch auf andere zu. Ohne Vorurteile,
eigentlich von vornherein mit einer positiven Einstellung. Der andere ist genau wie ich. Der MUSS einfach nett sein.
Im Netz sind wir alle gleich? Es gibt Leute, die sich nicht an den Gamercodex halten, die ihn beschmutzen oder sogar ausnutzen. Aber solche werden von der Community schnell
erkannt und ausgeschlossen, und das will nun wirklich keiner.

Zurück zu länderübergreifenden Freundschaften. Schon seit längerer Zeit kenn ich sehr liebe Gamer aus Deutschland. Mit einigen hab ich viel, mit anderen eher wenig Kontakt.
Aber mich fasziniert einfach der Gedanke der Freiheit, die durch das Internet geschaffen wurde. Es ist, als ob es keine Mauern geben würde; die Person, mit der du spielst,
kann im Nebenraum oder am anderen Ende der Welt sitzen, es gibt keine Grenzen. Und die Anonymität macht es einfach, jemanden kennen zu lernen. Man fühlt sich gleich sicherer
und traut sich Dinge, die einem im echten Leben vielleicht schwer fallen.
Mit meinen deutschen Burschen hab ich im Moment eher weniger zu tun, aber ich seh in meiner Friendslist, dass sie online sind, und dass ich sie eigentlich jederzeit einladen
kann. Und es freut mich, wenn ich auf die Namen blicke, und ein bisschen die Menschen dahinter kenn. Deswegen denk ich auch oft an sie, jedesmal, wenn ich online komm.

Andere Leute, die zwar in Österreich wohnen, sogar in der selben Stadt, mit denen man auch nicht so oft Kontakt hat, trifft man auch online. Damit fällt irgendwie der Druck weg, der bei manchen Freundschaften entsteht, der, sich dauernd melden zu müssen. Ich liebe diese Unkompliziertheit.

Und dann gibt es jetzt einen konkreten Fall. Eine Bekannte, ich würde sie jetzt nicht Freundin nennen, hat einen Freund. Der kommt aus Holland. Und ist jetzt auf Besuch in Österreich. Wie ich ihn kennen lernte, hörte ich gleich, er sei ein Gamer. Von da an war mir klar, er ist einer von uns. Wir haben uns gleich auf Anhieb verstanden und uns Sachen und Geschichten erzählt, die man sonst keinem sagt, den man erst ein paar Tage kennt. Er ist für mich im Moment das beste Beispiel, wie solche Freundschaften aufgebaut sind. Und, wenn ich ganz ehrlich bin, ist er mir näher als die Bekannte, mit der ich doch regelmäßig was unternehm.

 

Pc

 
Ich hab versucht, Goldene Regeln für Gamer aufzustellen, und bin zu dem Schluss gekommen, dass es doch ein bisschen einen Unterschied macht, welches Geschlecht man hat. 😉 Es ist halt ein Mischmasch aus verschiedenen Spielen, drum nicht wundern, wenn manche nicht schlüssig erscheinen. Und auf Englisch. Und schon älter. Hab das Dokument beim Aufräumen gefunden und gedacht, ich poste es mal.

10. Don’t camp. (Really it’s a bad habit, it was disrespectful years ago and still is.)
9. When I say, don’t follow me, you stop! (I’m really good in what I’m doing, I’m not your fu**ing tank/shield/whatever.)
8. stop stepping in the way when I have e.g. a sniper shot all ready to go! (I WILL take the shot, even if you get in the way and try to shoot with your little gun.)
7. Swearing, using bad words and a little flaming is part of every game. (If you play online while rising children: headphones, do you know them?!)
6. Yes. I am a girl. (I’m pretty, too, you know that as soon as you stalk me on facebook.)
5. Yes, I am a girl, who plays video games. (No, only because we played ONE game, I will not date you.)
4. I’m not interested in what you have going on in your life. (I don’t want to hear it in the background while we’re in game. Includes what music you’re hearing right now.)
3. If I get flamed for NO REASON from a person, who plays way worse than me, I am going to buy scorpions or the like, don’t feed them for a time and I WILL FIND YOUR HOME ADRESS AND SHIP IT TO YOU.
2. If you can’t play and don’t know how to improve your skills, drop out!!
1. IT’S ONLY A GAME. (Don’t get mad just because someone might has better reflexes than you.)
Rückwärts deshalb, weil… einfach so. Ich will einfach nicht so langweilig sein und wollt euch mal was anderes bieten. Und so aggressiv bin ich eigentlich auch nicht. Nur manchmal, wenn ich in Rage bin. Und ich glaube nicht, dass alle Regeln auf die Leute zutreffen, denen ich mal den Link zu meinem Blog geschickt hab.
Ich bin vielleicht kein Hardcoregamer, werd ich eventuell mal, aber kann auch sein, dass das nie passiert. Aber ich bin einer von uns. Und ich bin stolz darauf, das über
mich sagen zu können. Nicht, weil es „cool“ ist, oder weil ich einem bestimmten Trend folge. Sondern weil es zu meinem Leben dazugehört. Im Netz sind alle gleich. Und ich
werde diesen Leitsatz immer unterstützen. Und mich an unsere (nicht meine jetzt) Regeln halten. Mein (virtuelles) Leben lang.

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Und ich hab jetzt sicher wieder tausend Sachen vergessen, die das Thema betreffen, und über die ich noch unbedingt schreiben wollte. Vielleicht kommt mal wieder was dazu.

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Eine Antwort zu Eine Gruppe für sich…

  1. Temmo Usstah' schreibt:

    United we stand 🙂

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