Über Verbindungen und loslassen können

Wenn zwei Menschen eine Verbindung haben, sind sie davon überzeugt, dass diese einzigartig ist. Ist sie. Aber sie ist austauschbar.

Vergleichbar mit einem Nervenstrang. Es ist nicht leicht, Nerven zu transplantieren, aber es ist möglich. Im Gegensatz zum Reparieren. Ein ein Mal durchtrennter Nerv wird nie wieder volle Funktionsfähigkeit erlangen. Wenn eine Nervenbahn zerstört wird, spalten und trennen sich die Fasern in nur Zehntelsekunden auf und streuen sich in alle Richtungen. Und beide Enden ziehen sich zurück. Es ist fast unmöglich, alle Stränge wieder zusammenzusuchen und die Richtigen miteinander zu verbinden. Ein irreparabler Schaden halt.

Und so ähnlich ist es auch mit der Verbindung zwischen zwei Menschen. Ist sie einmal gänzlich gekappt, gibt es kein Zurück mehr, jedenfalls nicht 100% von dem, was vorher da war. Klar, es tut weh, abwechselnd wird jeder von Beiden einen Versuch starten, Zeit für Zeit alles doch noch zu retten, genau wie die Stränge, die im Gewebe herumsuchen und verzweifelt versuchen, die Verbindung wieder herzustellen.

Aber manchmal, in ganz seltenen Fällen klappt es. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Diese Verbindung kann vieles sein. Liebe, Freundschaft und so was. Das sind sicher die stärksten Vertreter.

Zum Glück ist das menschliche Gehirn so gebaut, dass es vergisst. Es löscht negative Gedanken und Gefühle einfach mit der Zeit. Die Zeit heilt alle Wunden? Ja. Aber nur, wenn man es zulässt, wenn man bereit ist, mit etwas abzuschließen.
Wenn man hingegen immer wieder mit der Thematik konfrontiert wird, zwingt man sein Gehirn, sich damit zu beschäftigen. Man verfällt in Selbstmitleid. Und man kann es nicht vergessen, archivieren, speichern, zur Seite legen. Man kann nur lernen, mit dem Verlust zu leben. Und gewöhnt sich mit der Zeit daran.

Wir Menschen sind schon seltsame Wesen, oder?
Wir schaffen es, die angeborene Selbstschutzfunktion des Gehirns auszutricksen, weil wir glauben, zu wissen, was das Richtige für uns sei.
Aber manchmal sollten wir einfach loslassen und der Natur ihren Lauf lassen. Loslassen ist schwer. Und erfordert Mut, vor allem, wenn man noch nicht bereit ist. Aber ich finde, genau diese Art von Mut macht einen starken Menschen aus.
Und wollen wir das nicht alle sein? Stark und unabhängig?

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