Morgen…

…fahr ich wieder nach Graz.

Ob sich wer meldet? Ich bin gespannt. Vor hab ich nicht, großartig SMS herumzuschicken und absichtlich den Abend mit Leuten verbringen, die mir mehr weh tun als sich mit mir einen schönen Abend zu machen.

Aber es haben ja schon einige nachgefragt. Der Italiener, Micro, der Klavierspieler. Im Heim bin ich gut versorgt, denk ich mal.

Und ich werd wieder viel Laufen gehen, das hab ich mir vorgenommen. Überschüssige Energie hab ich nicht zum Abbauen, aber Fett. Und mich gesünder ernähren.

Heut hab ich meine Kleine aus der Schule wieder getroffen. Ja, genau die, die mich vor kurzem in Graz besucht hat. Sie hatte am Freitag keine Zeit für das Klassentreffen, sie wollte mich stattdessen allein treffen. Und wieder haben wir so viel geredet, die Zeit ist wie im Flug vergangen. Um halb 6 haben wir uns im Kaffeehaus getroffen, heimgekommen bin ich gegen 9. Über Burschen, den neuesten Klatsch und Tratsch und die Welt. Aber hauptsächlich über Burschen. Wir waren wieder mal beide gegenseitig sprachlos. Mit der rosaroten Brille auf sieht man das alles gar nicht so schlimm, aber wenn man es jemandem erzählt und dessen Reaktion sieht, wird einem bewusst, wie unüberlegt man manches hingenommen hat. Und das Arge dran ist, wie ich schon einmal in einem Artikel geschrieben hab, dass wir meilenweit auseinander wohnen, nur selten voneinander hören, aber dann doch immer wieder in den gleichen Situationen landen. Naja, nicht gleichen, aber vergleichbaren. Obwohl bei mir gibt es ja im Moment keine Situation. Nicht wirklich.
Hab meine Mauern reaktiviert. Mit Mühe und Not provisorisch zusammengeflickt, hatte auch Helfer. Aber ein einziger Schuss und sie fallen wieder zusammen. Naja, ich hab draus gelernt. Nie mehr wieder. „Ich vertrau dir.“ Ein blöder Satz. Bringt nichts als Schwierigkeiten. Macht verwundbar. Auch wenn man es mit allen Mitteln zu verhindern versucht.
Seit dem ersten Tag hab ich mich zu hüten versucht. Weil ich da so ein Gefühl hatte. (Das hat sich übrigens nicht viel später bestätigt.)
Nicht viel mehr in die Augen schauen, als unbedingt notwendig. Ziemlich schwer, wenn man nebeneinander liegt.  Ja nicht zu viel Hingabe zeigen, die Initiative ergreifen; bei was auch immer. Das hab ich nicht gemacht, weil es mir Spaß bereitete, nein, ich hätte gerne noch so viel mehr von mir gegeben. Gezeigt, was in mir steckt. Aber ich hatte immer im Hinterkopf. Sie. Es war einfach nur ein verzweifelter Versuch, mich selbst zu schützen. Hat aber nicht so gut funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Was ich glernt hab?

Asb4823

Genau das. Drama, Intrigen und Inkonsequentheit gewinnen über Ehrlichkeit und Verlässlichkeit.

That’s life.
Get over it.

 

m.

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