The Fool On The Hill

Hintergrundmusik (optional)

Mir kommt es vor, als ob die Zeit rasend schnell an mir vorbeiziehen würde. Tage werden zu Stunden, Stunden zu Minuten. Ich steh auf und geh gleich wieder schlafen. Bring nichts weiter, vergess viele Dinge. Wenn ich nur einmal am Tag Uni hab, überfordert mich das schon fast. Jeden Abend, wenn ich den Blick durch mein Zimmer schweifen lass, packt mich das schlechte Gewissen. Da, das Wiederaufnahmeansuchen, das schon seit mehr als 2 Wochen fertig ausgefüllt da liegt. Mein Lernlaptop und Block, die mich, wie mir scheint, vorwurfsvoll anschauen, weil ich sie seit dem Wochenende schon nicht mehr geöffnet hab. Die Flöte, die fertig zusammengebaut daliegt, um jederzeit einsatzbereit zu sein. Geübt hab ich seit 3 Wochen nicht. Hat sich einfach nie ergeben; hatte keine Zeit. Ich dreh den Fernseher auf. Hör nicht wirklich zu, schnapp aber plötzlich einen Brocken auf: „…schon vor 2 Wochen, als Angelina Jolie mit ihrer Schocknachricht für Schlagzeilen sorgte…“ Was? Das ist 2 Wochen her? Nein, nicht im Ernst, oder? Ein Blick auf den Kalender, gefolgt von einem flauen Gefühl. Wie lange schon hab ich mein Zeitgefühl verloren?

Alle um mich herum leben ihren Alltag. Doppelt so schnell, wie mir scheint.

Ich bin wie in einem durchsichtigen Kokon. Ich leb anders, ich denk anders. Denken tu ich viel zu schnell, auch für alle anderen. Können sie doch nicht mal meinen einfachsten Gedankensprüngen folgen. Man muss es ihnen immer lang und breit erklären, teilweise sogar mehrmals. Oder Gedankenexperimente. Kann man vergessen. Die mach ich nur mehr für mich, wenn mich keiner unterbricht. Ich bin wie ein ungebundener Spieler in diesem Riesensystem, der jetzt ein Hintertürchen gefunden hat. Der allein in einer großen Halle vor lauter Monitoren sitzt und jedem beim Spielen zuschaut.
Aber ich merk nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt ist es schon fast wieder Mitternacht. Was hab ich heute geschafft? Ich war Duschen, hab 1 Stunde Gamecube gespielt aber sonst weiß ich beim besten Willen nicht, was ich heute gemacht haben soll.

Es ist zum Verzweifeln. Ich weiß nicht, wie ich in das hineingeraten bin, aber es hört nicht auf.

Und keiner versteht, was ich mein.

Ich fühl mich einsam. Ja, ich glaube, das könnte es sein. Einsamkeit. Umgeben von lauter Menschen, aber doch allein. Und diesmal kann mir nicht mal fff helfen. Der kann meinen Gedanken noch halbwegs folgen. Aber auch er hat es schon aufgegeben, alles zu verstehen.

 

And nobody seems to like him,
they can tell what he wants to do,
and he never shows his feelings,

But the fool on the hill

(…)

And he never listens to them,
He knows that they’re the fools
They don’t like him,

The fool on the hill

 

mortifera.

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