Der Traum von Peter Pan

Und zwar in vielen Bereichen. Auch wenns nur um eine Mini-Kleinigkeit geht, wegen der ich wieder ewig herumspinn. Wenigstens bin ich nicht nachtragend.

Innerlich bin ich noch immer das kleine Kind, das sich in der Früh brav die Zähne putzen und eine Frisur machen lässt, obwohl es unheimlich ziept. Die sich an den gedeckten Frühstückstisch setzt, und ihr Müsli in Windeseile herunterschlingt, weil es wieder mal verschlafen hat. Das Kind, das jeden Tag mit dem Auto in die Schule gebracht wird und mittags wieder abgeholt. Die noch gern zur Schule geht, weil die ganze Klasse miteinander befreundet ist und wo keiner sie mobbt oder ausschließt, sodass sie sich schließlich an einen Einzeltisch ganz hinter die letzte Reihe setzt, wo die anderen sie in Ruhe lassen. Das Kind, das noch gerne aufzeigt und mitarbeitet, weil es in dem Alter noch nicht uncool geworden ist, etwas zu wissen.
Die am Nachmittag ihr Mittagessen schnellstmöglichst hinter sich bringt, weil sonst zu wenig Zeit für den Spielplatz bleibt. Sie, die dann durch die Wiese rennt, fangen spielt oder Lager baut. Die in Sträuchern wilde Tiere sieht, die man bekämpfen muss und nachts ein Lagerfeuer errichtet, um sie fernzuhalten.
Das Kind, das am Abend erschöpft heimkommt und absolut keine Lust auf Hausaufgaben hat.

Genau so. Genauso naiv und unbeschwert. Diese Unbeschwertheit wollte ich eigentlich behalten, inzwischen gelingt es mir aber nur noch manchmal, alles um mich herum zu vergessen und mich in eine Fantasiewelt zu träumen.
Zum Beispiel beim Lego spielen.

Ich weiß, viele würden das Bild als Ausrede für ihre Faulheit interpretieren. Für Partys, wo man betrunken Blödsinn macht. Auch ich mach das gerne, aber ich brauch keine Rechtfertigung, ich steh dazu. Leichte Überkompensation nehm ich mal an.
Aber ich seh in dem Bild meine glückliche Kindheit und wünsch mir das sorgenfreie, unbeschwerte Leben, in dem andere noch auf dich aufpassen und dich beschützen, wieder zurück.

Das Leben wär so viel leichter, wenn jeder mit dieser Einstellung an Probleme herantreten würde. Manchmal ist eine unvernünftige Lösung profitabler als eine vernünftige. Und warum sollt ich mich meinem Alter entsprechend verhalten, wenn die Welt aus Kindesaugen viel schöner ist?

m.

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