Love advice to my younger self

Liebes 18-Jähriges Ich,
du brauchst nicht zu verzweifeln. Alles wird gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende. So einfach ist das. Egal, wie auswegslos die Situation ist, irgenwann ergibt sich alles wie von selbst. Wie ich schon mal ganz am Anfang des Blogs geschrieben hab, alles ist eine Anhäufung von Zufällen. Und im Endeffekt gleicht sich immer alles aus.

1.) Dein Geschmack wird sich über die Jahre hinweg verändern. Ich weiß, im Moment stehst du auf durchtrainierte, braungebrannte, blonde Surfertypen. Irgendwann erkennst du, nicht nur das Äußere zählt, sondern wie gern dich jemand hat. Ob er es verdient, dass du ihn auserwählst. Oder ihn besser doch in der 2. Reihe gelassen hättest. Auch was dich anzieht und dich in eine Stimmung versetzt, in der du dir gleich alle überflüssigen Stoffteile vom Körper reißen willst, wird sich ändern.

2.) Du WIRST Fehler machen. Aber das darfst du. Hey, du bist jung! Lauf ein paar mal kräftig gegen die Wand, dann bekommst du wieder einen klaren Kopf. Gewöhn es dir nie ab, alle Dinge mit einem gewissen Abstand zu betrachten. Es werden Zeiten kommen, da wirst du das nicht mehr können und brauchst eine Pause, aber who cares? Wie schon gesagt, alles wird gut werden. Halte dir das in der Zeit immer vor Augen. Und noch ein Tipp: Dein Zuhause gibt dir mehr Rückhalt, als du glaubst!
Wichtig: nicht alles, was du als Fehler bezeichnen wirst, ist im Endeffekt einer. Manches ist auch nur eine Erfahrung, die du nicht missen möchtest…

3.) Es wird noch einige erste Küsse geben, lass jeden etwas besonderes sein. Verlier nicht die Schönheit einfacher Dinge aus den Augen, wie Küsse oder Händchenhalten. Ach ja, und du wirst dich sehr schnell in jene verlieben, die dir besonders viel Nähe geben. Das ist ganz normal, das geht anderen auch so. Lass es geschehen, bewahr aber einen kühlen Kopf. Sag ihnen, wie gern du sie hast. Bei jeder Gelegenheit. Du wirst es später bereuen, es nicht öfter getan zu haben.

4.) Du wirst glückliche Zeiten haben. Und schlechte. Daran kannst du nichts ändern, sondern nur abwarten und dir selbst was Gutes tun. Es ist ok, Liebeskummer zu haben. Man darf tagelang im Bett liegen und keinen mehr sehen. Jeden Abend Alkohol zu trinken ist jetzt zwar nicht die feinste Lösung, hilft aber auch kurzfristig.

5.) Hör damit auf, alles und jeden zu analysieren. Spiel nicht NSA (wenn du zu dem Zeitpunkt überhaupt schon weißt, was das ist), alte Nachrichten lesen und in Gespräche reinzuinterpretieren bringt nichts. Alles, was du erzwingen musst, wird bei dem Richtigen wie von selbst kommen, fast schon zu schnell. Dann ist es wichtig, dich zu trauen, und offen zu sein. Beende nichts aus Angst. Du wirst es später bereuen.

6.) Wenn du denkst, einer hat eine Andere, dann hat er die wahrscheinlich auch. Klingt blöd, ist aber so. Traue auch niemandem, der dich bittet, einen Seitensprung einer Freundin geheimzuhalten. Birds of a feather flock together.

7.) Du bist keine schlechte Person, nur weil du kein Interesse an jemandem hast, der dir ewig nachläuft und dich vergöttert. Sei nett, aber nicht zu nett, versuch, eine gute Balance zu finden. Und bitte, bitte lern endlich, gleich zu erkennen, ob einer eindeutige Signale sendet. Und nicht erst am Heimweg im Taxi. Oder Jahre später beim Betrachten eines Fotos.
Und du brauchst nicht viele Gründe um etwas zu beenden oder einfach eine Zeit lang auf Abstand zu gehen. Du wirst mehr Zeit verschwenden, nach diesen Gründen zu suchen, als du danach traurig bist.

Und bitte pass auf dein (mein) Herz auf! Das brauch ich noch.

 

 

 

 

Puh. Und ich glaub, das ist jetzt nicht nur für das jüngere Ich, sondern auch für das ältere. Erinnert mich grad ein bisschen an die Briefe, die Ted Mosby sich selber schreibt, warum er mit einer Frau Schluss gemacht hat.

 

 

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Fazit nach dem Wochenende: wenig Schlaf, die Bestätigung, dass ich eine supersüße Cousine hab, die vollständige Akzeptanz Supermans der Allmächtigen, eine neue Blasenentzündung, die Erleuchtung meiner Schwester durch den Heiligen Geist, eine wehe Hand vom zu vielen Üben (Sehnenscheidenentzündung?) und 7 Stunden, die ich im Zug verbracht hab.

 

Und Mo: nope, es war nicht der Kabelmann, viel unspektakulärer… Aber nah dran. Auch Kärntner, LoL-Spieler und wohnt im 7. Stock. Und in Ermangelung eines geeigneten Decknamens nenn ich ihn hier jetzt einfach P.

 

 

mortifera.

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