Innerer Monolog. Nennt man das so?

Die Welt rauscht am Fenster vorbei, langsam klettern die Gasperlen in meiner Mineralwasserflasche nach oben, Bach trällert fröhlich in meine Ohren und ich hab nichts zu tun, außer darauf zu warten, dass Superman aufwacht.
Ich muss noch immer an das Mädchen in der Straßenbahn denken, die tränenüberströmt eingestiegen ist und auch nach der vierten Station noch vereinzelte Tränen, die ihr auskamen, von der Wange wischte. Ob sie gerade vor den Trümmern einer langjährigen Beziehung stand? Oder einer kurzen Affäre, von der sie sich mehr erhofft hatte? Vielleicht aber war sie gerade gekündigt worden? Eine naher Verwandter gestorben?
Zu gerne hätte ich ihr den Tag mit einem Kompliment oder ähnlichem verschönert. Aber als sie meinen Blick auffing schaffte ich es nur, sie dumm und, wie ich hoffte, verständnisvoll anzulächeln.

Mittlerweile ist es 10, seltsam, wie langsam die Zeit vergeht, wenn man früh aufsteht. Ich bin seit viereinhalb Stunden wach!
Ob ich mich auf Linz freu? Naja, eigentlich nicht. Aber nachdem Graz im Moment für Superman ausscheidet, ist es ein Kompromiss. Außerdem hat mein Papa Geburtstag. Der beste Papa auf der ganzen Welt.
Die Allmächtige brauch ich. Und mit brauchen mein ich finanziell, natürlich auch bei Liebeskummer, wenn ich mal krank bin, einen genialen Ratschlag brauch oder was anderes auf dem Herzen hab. Aber meinen Papa brauch ich einfach zum Dasein. Klingt jetzt blöd und vielleicht kindisch aber ich weiß, dass einfach wer da ist, der mich bedingungslos über alles liebt, sich für mich vor den Zug werfen oder in ein brennendes Haus Rennen würd. Er ist jemand, der mich nicht verbessern will, meine Fehler unkommentiert lässt und leise und heimlich ausbügelt, bei einem Familienstreit einfach mal die (meine) Schuld auf sich nimmt um mir Taschengeldkürzungen zu ersparen. Der mir, wenn wir alleine einkaufen fahren, ein Leberkäsesemmerl kauft oder zum Burger King einlädt, mit der Ermahnung, es ja nicht im Auto zu essen, die Allmächtige würde es sonst riechen und herausfinden. Mein Papa baut zuerst unter meine neue Grafikkarte fertig ein, bevor er Abendessen kaufen fährt.
Und: er pausiert sogar Onlinespiele für mich. Auch wenn es nur um eine Gelse im Zimmer handelt.

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Aja, und ich war gestern endlich Burger essen im Bierbaron. :3
Wenn ich es mir leisten könnt, würd ich das jeden Tag machen. Auch mit der selben Gesellschaft. Ich vermiss die Zeiten, in denen ich alle jeden Abend gesehen hab…

m.

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