higgledy-piggledy

So ein Durcheinander. Wo? Na da! Und da! Und da! Da! Da! Überall. 

Hier übrigens auch. 

Und dort.

Hauptsächlich in meinem Gehirn. Aber das ist so groß, darin hat eine Menge unwichtiges Zeugs Platz. Welches T-Shirt ich zum Beispiel in der Schule an jenem Dienstag anhatte, an dem ich in „rhetoric and presentation“ das Referat über den Amazonas gemacht hab. Whatever.

Warum komm ich mir grad vor wie in einer Midlife-Crisis? Ich hab noch Pickel, also bin ich ein Teenager – hallo? 

Ich steh wie auf einem Kliff und weiß nicht, ob ich mich hinunterstürzen soll oder nicht. Unter der Wolkenschicht könnte sich alles verbergen. Vielleicht Luftballons? Dann falle ich weich. Oder Wasser? Den Aufprall würd ich nicht überleben. Aber warum denk ich gar so weit? Ich bin mir ja nicht mal sicher, ob ich überhaupt springe…

Ach, wie gerne würd ich grad mein Herz ausschütten, hinein in die Anonymität des Internets. 

Erzählen, warum ein kurzer Moment mich so an mir und meiner Lebensidealvorstellung zweifeln lässt. 

Aber das wird nie passieren, zu viele hier kennen mich im RL. Seit mir an dieser Stelle nicht böse, dass ich nicht mal auf Nachfrage sagen kann worum es geht, aber es musste es einfach mal aus mir raus, leider so, dass es keiner verstehen kann. 

Mein Geheimnis ist beim Schmetterling sicher. Sie hat es mir versprochen. 

Kann ich mir sicher sein, dass sie es nicht weitererzählt?

Nein.

Kann sich je irgendjemand sicher sein und allen vertrauen? 

Nein.

Wir müssen den Leuten glauben, was sie sagen. Wie ließe es sich auch überprüfen? Wenn jemand wie fff für vier Tage verschwindet und E., seine Freundin erst am letzten Tag nach schlaflosen Nächten erfährt, er ist mit einem Mädchen in Paris? Nein, sie muss ihm glauben, was er erzählt. Nur Disneyland, keine Annäherungsversuche. 

Warum arbeitet mein Hirn im Hintergrund auf Hochtouren? Spielt Wunschvorstellungen und Zukunftsvisionen ab? 

Ich habe mich verändert, sagt Superman. Bin verschlossen, nachdenklich. Shit, eigentlich wollte ich ihn das nicht merken lassen. Bemüh mich sogar extra. War wohl nicht gut genug. 

Wird Zeit, dass das Semester wieder anfängt. Ablenkung tut jetzt gut. Nicht so viel denken, was wäre, wenn. 

Ich will, dass Superman endlich nach Graz kommt. Dann hab ich ihn immer und jeden Tag. 90% unserer kleinen Auseinandersetzungen haben ihren Ursprung in „warum musst du in 3 Tagen schon wieder fahren“… Ich glaub, dann wird alles ein bisschen ruhiger.

Und wenn es rundherum ruhig ist, beruhig ich mich vielleicht auch wieder ein bisschen und die Erde kann sich wieder unbeschwert um ihr Zentrum drehen. Mich. Haha.

Vielleicht werden die Hirngespinste doch mal wahr. Ganz ganz vielleicht. Und bis dahin sitz ich im Schaukelstuhl auf der Veranda unseres kleinen Hauses, halte Supermans Hand, schlürfe genüsslich einen Mojito und schaue unseren Enkeln beim Spielen mit dem Hund zu.

Aber insgeheim weiß ich es schon: Ich werde nicht springen.

m.

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Eine Antwort zu higgledy-piggledy

  1. Mo schreibt:

    🙂

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